Sortland

Die kleine norwegische Stadt Sortland auf den Vesterålen-Inseln, gegenüber dem Nordrand der Lofoten, wäre der Ort an dem ich in Norwegen leben wollte.

„Die blaue Stadt am Sund“

Sortland ist mit seinen rund 4.500 Einwohnern das Regionszentrum des Vesterålen Archipels. Besonders auffällig sind die unterschiedlich blau gestrichenen Häuser. 1999 wurde eine private Initiative ins Leben gerufen, dass alle Gebäude in Nuancen von Blau gestrichen werden sollen. Das Blau steht für die Bewegung, den „Wechsel der Formen in Raum und Zeit“. Viele folgten dem Aufruf und nach Beendigung der Initiative sollen insgesamt 50.000 Liter blaue Farbe verstrichen worden sein.

Die Einwohner leben seit Ende des 19. Jahrhunderts von der Fischerei und Landwirtschaft. Nachdem der Schiffsverkehr am Risøysund nach ersten Aushebungen wieder in Bewegung gekommen war, erlebte die Region einen kleinen Aufschwung. 1912 entstand hier die erste Konservenfabrik, die Fisch- und Fleischwaren der Region verarbeitete. Zahlreiche andere Betriebe entwickelten sich auf Grundlage dieser Produkte. Mehrere Bootsbaubetriebe etablierten sich und Netzhersteller für den Fischfang lagen dicht an dicht am Sund. Sortland machte sich schon früh den Namen des größten Geschäftszentrums des Vesterålen Archipels. Heute ist „die blaue Stadt am Sund“ unter anderem auch Hauptquartier der norwegischen Küstenwache, deren zahlreiche Boote ebenfalls im Hafen liegen.

Die Fahrt des Hurtigruten-Schiffes durch die „Risøyrinne“ unterhalb der Wasseroberfläche stellt höchste nautische Ansprüche da und ist für den Gast an Bord der Hurtigruten etwas ganz besonderes.

Warum ich in Sortland wohnen wollte? Die Vesterålen wirken viel „sanfter“ als die Lofoten und hier gibt es die besten Erdbeeren der Welt! Okay, das allein reicht natürlich nicht um auszusiedeln, aber der Ort verfügt über alles was man zum Leben benötigt. Links vom Hafen, nach dem Ortsausgang gibt es ein Grundstück runter bis ans Wasser. Dazu die Aussicht auf das Lofot-Gebirge und die Möglichkeit den nahen Raftsund zu erkunden. Mehr benötigt man im Grunde nicht…