„Die Hansestadt Bergen…, gab es nie“

Bis heute hält sich der hartnäckige Glauben, das Bergen einmal Stadt der deutschen Hanse gewesen ist, aber das stimmt so nicht.

Die Stadt Bergen in der gleichnamigen Gemeinde wurde im Jahr 1070 von König Olav Kyrre gegründet und war in der Zeit von 1217-1299 Hauptstadt des Landes. Um 1300 gab es eine Serie von Missernten, die Bevölkerung befand sich in Hungersnot. Zu diesem Zeitpunkt kam der erste Hanseat mit einem Segelschiff voller Getreide in den Hafen und wurde dort willkommen geheißen.

Die Hansestadt Bergen…, gab es nie“

Die Norweger erkannten schnell den Nutzen einer festen Handelsbeziehung und fragten den Kaufmann was zu tun sei, damit er regelmäßig wieder käme. „Zwingend erforderlich sind für uns Anlagen zum be- und entladen der Schiffe, sowie die Lagerung der Ware an dem zentralen Punkt im Hafen. Zudem sind wir es gewöhnt unsere eigenen Landsmänner zu beherbergen und das beanspruchte Gebiet selbst zu richten“.

Die Norweger hatten kaum eine andere Wahl, als den Wünschen der Kaufleute zu entsprechen und somit entstand direkt am Haupthafen, angrenzend an den Fischmarkt der hanseatische Viertel „Bryggen“ in Bergen unter vollständiger Selbstverwaltung der Deutschen.

Was es zu erkunden gibt:

Die Stadt bietet viel, je nach Jahreszeit unterschiedliches.

Sehenswertes ganzjährig:

Zwei der insgesamt 7 Hausberge „erklimmt“ man auf leichte Art:

Fløyen: 150 Meter neben dem Fischmarkt (rechter Hand) it der Eingang zur Fløybana. Es handelt sich hierbei um eine schräg zum Hang gebaute „S-Bahn“, die an einem Kabel zur Bergstation gezogen wird. Nähere Informationen unter: Floien (englisch), oder natürlich bei uns. Für Menschen mit Gehbehinderung ebenfalls sehr empfehlenswert.

Ulriken:  Der Berg liegt außerhalb des Stadtzentrums auf halben Weg zum Flughafen, ist dafür gut drei mal zu hoch wie der Fløyen. Mit einer Kabinenseilbahn geht es hinauf. Ein guter Blick auf die Stadt und dazu noch auf das ganze Umland macht den Besuch zu einem Erlebnis. Am einfachsten kommen Sie mit dem Bus dorthin. Busfahrt inkl. Auf- und Abfahrt mit der Seilbahn gibt es an der Haltestelle von Bergen Sightseeing zu kaufen. Ca. 200 Meter links vom Fischmarkt. Für Menschen mit Gehbehinderung zwischen Ende Mai und Ende August empfehlenswert. Aufgrund Wetterverhältnisse dann bedingt empfehlenswert, bzw. ungeeignet.

Denkmäler: folgt

Museen: folgt

Saisonale Veranstaltungen: folgt

Geschichte

Seit 1350 gab es in Bergen das hanseatische Kontor „Tyske Bryggen“ und wuchs schnell zur größten und bedeutendsten Handelsmetropole Skandinaviens an. Den eigentlichen Aufschwung verdankt die Stadt einem von dänischen Königen erlassenes Privileg, wie von der Hanse eingefordert. Kein Handel mit Fisch nördlich von Bergen war erlaubt. Alle Fischer des Nordlandes mussten ihre Fänge auf beschwerlichen Seewegen in die Stadt bringen. Bergens Wohlstand zeige sich einst an den prächtigen Gebäuden, die rings um den Hafen angelegt wurden. Großbrände wüteten in der Stadt und zerstörten Teile davon. Im alten Hanseviertel Bryggen sind jedoch noch einige der alten Speicherhäuser, die von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurden, zu sehen. Erst im 19. Jahrhundert wurde im Zuge der sich entwickelnden Industrialisierung Bergens Handelsmonopol gebrochen und Oslo entwickelte sich weiter zur größten und reichsten Stadt des Landes.