Naturdenkmal

Naturdenkmal: Finnkjerka, Finnkjerka

Ein alter Opferplatz der Samen

Finnkirka, bzw. Finnkjerka, heißt übersetzt schlicht Kirche der Finnen. Mit den Finnen sind hier aber weniger Menschen mit finnischer Nationalität gemeint, sondern die Samen, die Ureinwohner des Nordens, deren Verbreitung sich heute über mehrere Nationalstaaten erstreckt. Die Felsformation Finnkirka, die durchaus in ihrer Form eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Kirche hat, wurde früher von den Samen als Opferplatz genutzt.

Auf Nordkurs passieren Sie die Finnkirka am Tag 06 ab Bergen am späten Nachmittag bei der Einfahrt nach Kjøllefjord. Südgehend kommen Sie am Tag 08 ab Bergen in aller Frühe dran vorbei. Im Sommer, vor allem während der Zeit der Mitternachtssonne, ist es an beiden Tagen gut hell. Im Winter hingegen gut dunkel. Ohne die freundliche Hilfe des Kapitäns, der den Suchscheinwerfer auf die Felsgruppe richtete, wäre die als eine der schönsten Klippen der Welt geltende Finnkirka kaum zu erkennen gewesen.

Seit Montag, den 18.10.2010, geht der Finnkjirka ein Licht auf. An jenem Tag hat die Finnkirka-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit HURTIGRUTEN die Finnkjerka-Lichtspiele feierlich eröffnet. Seither ist die Finnkirka ganzjährig sehenswert – äh, das war sie eigentlich immer, aber nun ist sie ganzjährig sichtbar. Wobei die Meinungen über das Touristenspektakel alles andere als nur zustimmend sind.

Sobald ein HURTIGRUTEN-Postschiff die Felsformation passiert, wird die Finnkirka nicht nur von 29 starken Scheinwerfen in verschiedenfarbiges Licht getaucht, sondern gleichzeitig erklingt auch eine speziell dafür komponiete Musik von Frode Fjellheim.

Kjosfossen Wasserfall

Auf dem Weg zwischen Flåm und Myrdal, an der Strecke der Flåmbahn gelegen, ergießt sich der mächtige Wasserfall Kjosfossen in die Tiefe. Die Höhe des freien Falls beträgt 93 Meter. Die Fahrt mit der Flåmbahn an sich ist schon ein Erlebnis und das Naturdenkmal Kjosfossen ist ihr Höhepunkt.

Damit Sie den tosenden Wasserfall wirklich erleben können, macht die Flåmbahn dort extra einen Stopp. In den Sommermonaten werden die tosenden Wassermassen häufig mit Live-Musik unterlegt.

Der Kjosfossen liegt nicht direkt an der Hurtigruten, aber wenn Sie auf Ihrer Hurtigruten Reise eine Übernachtung in Bergen haben, können Sie im Rahmen des Zusatzprogramms „Norway in a Nutshell“ in den Genuss dieses Anblicks kommen.

Nordkap

Das Naturdenkmal Nordkap zieht jedes Jahr ca. 600.000 Gäste an, vorwiegend jedoch ab Mitte Juni, bis Ende August. Der Blick vom 307 m senkrecht aus dem Meer ragenden Fels-Plateau ist schließlich wirklich unvergesslich.

Im Jahre 1553 taufte der englische Seefahrer Richard Chancellor diesen auf 71°10’21“ nörd­licher Breite liegenden Ort der Insel Magerøya auf Nordkap, weil er ihn für den nördlichsten Punkt des Abendlandes hielt. Bis zum Nordpol sind es immerhin noch 2090 km und dazwischen hat halt noch Spitzbergen Platz. Und selbst auf Magerøya liegt der Knivskjellodden mit 71°11’09“ nörd­licher Breite noch etwas näher am Nordpol.

Diese Fakten konnten der Mystik dieses Erdenfleckens nie etwas anhaben. Die hier gespürte Unendlichkeit hat die Menschen seit Jahrhunderten zu bewegenden Gefühlsbeschreibungen veranlasst. Wir verzichten hier lieber auf Zitate, damit Sie es auf Ihrer Hurtigruten Reise selbst spüren können.

Der Weg zum Nordkap führt heute von Honningsvåg über die 1956 eröffnete und knapp 34 Kilometer lange Straße zum Nordkap. Früher legten Kreuzzfahrtschiffe auch direkt unterhalb des Nordkaps an und die Passagiere hatten einen beschwerlichen Fußweg hinauf zum Plateau.

Bereits 1958 wurde die erste Nordkap-Halle erstellt, in der die Touristen ein wenig Schutz vor dem fast immer kräftig blasenden Wind fanden.

Seit 1978 gibt es den stilisierten Globus am Nordkap. Die Zahl der Fotos dieser berühmten Nordkap-Skulptur grenzt an unzählbar. Fast jeder Besucher möchte „sein“ Foto von sich selbst unter dem Nordkap-Globus haben. Das führt vor allem im Sommer zu erheblichem Gedrängel. Unser Tipp heißt deshalb: Bei Ankunft am Nordkap und „freiem“ Globus zuerst das Foto machen und dann sich alles andere ansehen.

Der Skulpturenpark

Östlich vom Nordkap-Globus befindet sich der 1988 erstellte Skulpturenpark des Nordkaps. Sieben Kinder aus sieben unterschiedlichen Nationen erschufen die sieben Reliefs zum Thema „Frieden auf Erden“
Die Nordkaphalle

Die in den Fels hineingearbeitete Nordkaphalle bietet auf 5.000 qm neben vielen Souvenier-Shops, die wohl jeden noch so kitschigen Wunsch zu erfüllen vermögen, u.a. ein Touristenbüro an, in dem individuell anreisende Touristen Führungen buchen können, ein Postamt, auf dem man seine Post mit dem Nordkap-Stempel versehen lassen kann und eine Multivisionsshow auf einer 225°-Leinwand.

Für das leibliche Wohl gibt es ein Cafe und Restaurant und die „Grottenbar“ mit Ausblick auf das Nordkap durch das große Panoramafenster oder die Aussichtsterasse. Seit über 100 Jahren ist es Tradition, das Nordkap bei Champagner und Kaviar zu genießen.

Ein Thai-Pavillon erinnert an den Besuch des thailändischen Königs am Nordkap und in der nördlichsten ökumenischen Kapelle der Welt kann man sich gar trauen lassen.

Und was wäre ein Nordkap-Besuch ohne ein Nordkap-Zertifikat? Im Sommer können Sie das Nordkap-Zertifikat in der Nordkaphalle erwerben, im Winterhalbjahr in der Touristeninformation in Honningsvåg.

Die HURTIGRUTEN-Landausflüge zum Nordkap

Der etwa dreistündige Ausflug auf dem Nordkurs ab Mittag bis zum frühen Nachmittag am Tag 6 ab Bergen beginnt und endet in Honningsvåg. Von Anfang Mai bis Anfang Oktober gibt es südgehend den etwa sechsstündigen Landausflug „Frühstück am Nordkap“. Er beginnt frühmorgens gegen 06:00 h in Honningsvåg mit Rückkehr zum Schiff gegen Mittag in Hammerfest.

Auf beiden Ausflügen wird ein Stop am Samilager eingelegt, wo Sie neben importierten Massen-Souveniers u.a. auch samische Kleidung erwerben können. Nils, der wohl berühmteste Same, überlässt das Posieren in der Samitracht für ein persönliches Foto mit Ihnen neben seinem weißen Rentier inzwischen dem Nachwuchs.

Naturdenkmal Preikestolen – Die erste Stufe zum Himmel?

Der bekannte Preikestolen (zu deutsch: Predigtstuhl) ist ein 600 m senkrecht in die Tiefe abfallender Felsblock mit einem quadratischen (25×25 m), ebenen Aussichts-Felsplateau am Lysefjord im Südwesten Norwegens. Vom 25 km Luftlinie entfernten Stavanger aus, einer der vier großen Städte Norwegens mit mehr als 100.000 Einwohnern, ist die Wanderung auf den Preikestolen ein beliebter Tagesausflug. Jedes Jahr erklimmen etwa 100.000 Menschen die Felsplattform Preikestolen.
Extremtherapie gegen Höhenangst

Von Preikestolhytta führt ein Wanderweg auf den Preikestolen. Der Aufstieg dauerte im HURTIGRUTEN Katalog Erlebnistouren 2008 etwa 1,5 bis 2 Stunden, nach Wikipedia sind es gut zwei bis drei Stunden. Das letzte Stück des Aufstiegs ist mit Treppen und Geländer gesichert, die Plattform selbst ist ungesichert. Die Aussicht vom Felsplateau ist atemberaubend. Nur schwindelfreie Personen sollten sich an den äußersten Rand des majestätischen Felsens wagen. Und für alle gilt: Gutes Schuhwerk und Regenbekleidung sind zu empfehlen.

Im Erlebniskatalog 2008 war der Preikestolen erreichbar im Rahmen des 6-tägigen Erlebnis-Pakets ab Bergen: „Wandern auf dem Dach Norwegens“. Trotz Kulturhauptstadt war die Nachfrage wohl nicht ausreichend, um das Angebot aufrecht zu erhalten. Wir erarbeiten Ihnen gern auch Reiseangebote mit der Möglichkeit zur Besichtigung des Preikestolen.

Sieben Schwestern (Gebirge)

Die Sieben Schwestern ist eine Bergkette mit sieben Gipfeln. Sie liegt südlich von Sandnessjøen und gehört zu deren Hauptsehenswürdigkeiten. Um die Entstehung der Bergkette rankt sich die Sage des Torghatten.

Nordgehend müssten Sie am Tag 4 ab Bergen schon gegen 4:00 h aufstehen, um diesen Anblick zu genießen, südgehend bietet er sich Ihnen am Tag 10 ab Bergen gegen Mittag dar.

Die Sage des Torghatten

Einst lebten der König Vågakalen mit seinem ungestümen Sohn Hestmannen in Svolvær und der mächtige König Suliskongen mit seinen sieben Töchtern auf der anderen Seite des Vestfjords. Die Töchter waren eine wilder als die andere und so schickte König Suliskongen sie zur Erziehung zur ehrbaren Jungfrau Lekamøya. An einem schönen Sommerabend nahmen Lekomøya und die sieben Königstöchter ein Bad im Fjord von Landego. Zur selben Zeit ließ Königssohn Hestmannen seine Blicke über den Vestfjord schweifen.

Er sah, wie Lekamøya sich die Haare kämmte und begehrte sie auf der Stelle ganz unwiderstehlich. In voller Rüstung preschte er mit seinem Pferd über den Vestfjord.
Für Lekamøya und die sieben Schwestern begann eine wilde Flucht. Die Königstöchter waren aber gar nicht so abgeneigt, den Königssohn Hestmannen zum Gatten zu nehmen – und so hockten sie sich bei Alstahaug nebeneinander hin.
Hestmannen hingegen hatte nur Augen für Lekomøya und würdigte die sieben Schwestern keines Blickes.
Lekomøya war schneller als Hestmannen und so nahm dieser seinen Bogen und schoss einen Pfeil auf sie ab. Dies sah der König der Sømnaberge und warf seinen Hut in die Bahn des Pfeils. Der Hut blieb auf der Insel Torget durchschossen liegen.
In dem Moment ging auch schon wieder die Sonne auf und alle versteinerten, wo sie gerade saßen oder standen.
So entstanden der Torghatten als der versteinerte Hut, die Bergkette „Sieben Schwestern“ bei Sandnessjøen aus den noch immer knieenden Königstöchtern und Lekomøya auf der Insel Leka, wo die ehrbare Jungfrau Schutz gesucht hatte.

Svartisen – Gletscher

Der Svartison ist ein grandioser Gletscher in der Nähe von Ørnes.

Nordgehend wird in den Sommermonaten am Tag 4 ab Bergen der Landausflug 4A: „Fahrt zum schwarzen Eis, Bootsfahrt zum Svartisen-Gletscher“ zum gemächlich in den Schmelzwassersee Holandsfjord kalbenden Gletscher Svartisen angeboten.

Unter der riesigen Zunge des Svartisen-Gletschers befindet sich ein subglaziales Labor. Seit Jahren laufen hier internationale Forschungsprojekte. Jedes Frühjahr öffnet die norwegische Glaziologin Miriam Jackson mit heißem Wasserdampf den Eingang zur Eishöhle.

Unter dem Eis leben die Wissenschaftler in einem Wohncontainer auf Stelzen – eine Vorsichtsmaßnahme gegen zu starkes Schmelzwasser. Forschung unter Extrembedingungen: Allein zum Labor muss die Crew täglich zwei Kilometer in einem dunklen Tunnel zurücklegen. Wie funktioniert das Leben in dieser unwirtlichen Welt? Darauf suchen die Wissenschaftler nach Antworten. Mikroorganismen, die hier unter dem 200 Meter dicken Eis leben, sind ihr Vorbild. Die Forschungsergebnisse wollen die Glaziologen auch nutzen, um eine mögliche Expedition zum Mars vorzubereiten.

Trondheim – Ringve

Ein Herrenhaus voller Geigen

Das Herrenhaus Ringve in Trondheim beherbergt ein außergewöhnliches musikhistorisches Museum mit mehr als 1.000 Instrumenten aus aller Welt. Bei einem Rundgang werden verschiedene Instrumente live bespielt. Trondheim erreichen Sie nordgehend am Tag 3 ab Bergen und südgehend am Tag 11 ab Bergen. Im Landausflug 3A (Stadtrundfahrt Trondheim, nur Mitte April bis Ende September) ist ein Besuch des Ringve-Museums enthalten.

Der Landausflug 11A (Stadtrundfahrt Trondheim) ist ohne Besuch des Ringve-Museums, weil Ihr Schiff bereits um 10:00 Uhr in Trondheim wieder ablegt.

Torghatten

Der Torghatten ist ein Berg auf der Insel Torget mit einem riesigen Loch in der Mitte. Die Insel mit dem Berg liegt in der Nähe von Brønnøysund und ist seine Haupt-Sehenswürdigkeit.

Die Angaben über die Größe des Loches schwanken zwischen 30 und 40 m, die für die Höhe, in der es sich befindet, zwischen 150 und 160 m.

Auf der nordgehenden Route passieren Sie den Torghatten am Tag 4 ab Bergen zu nachtschlafener Zeit gegen 1:00 h morgens. Südgehend wird er am Spätnachmittag gegen 17:00 h passiert.