Museen

Tromsø – Polaria Aktivmuseum

Wie kommen Sie hin?

In Tromsø haben Sie nordgehend am Tag 5 ab Bergen am frühen Nachmittag vier Stunden Aufenthalt. Es wird eine Stadtrundfahrt mit Besuch des Polaria angeboten, Sie können es aber auch auf eigene Faust aufsuchen (ca. 15 Minuten Fußweg, vom Schiff aus links halten, an der Mack-Brauerei vorbei, direkt am Wasser gelegen).

Was wird geboten?

Ein Museum zum mitmachen. Tromsø ist die Pforte zum Polarmeer, viele wichtige expeditionen in die Arktis sind von hier aus gestartet. Das Hauptthema ist als das Eis. Darüber hinaus wird im Kino wird ein schöner Mulitvisionsfilm gezeigt. Das Museum verfügt über ein kleines Aquarium mit Bartrobben. Es gibt in regelmäßigen Abständen eine kleine Show.

Den Besuch des Museums empfehlen wir von Rautenberg Reisen insbesonders an den Tagen, an denen das Wetter zu wünschen übrig lässt. An Schönwettertagen gibt es viele andere Dinge zu erleben.

Bergen – Bryggen

Weltkulturerbe der UNESCO

Das Hanseviertel Bryggen (deutsch: Kai, Landungsbrücke, Anlegestelle) gehört mit seinen fast 300 Holzhäusern seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es gilt als die bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens. Die von der Hanse im Jahre 1343 errichtete und der Hansestadt Lübeck untergeordnete Handelsniederlassung hieß früher Tyskebryggen (Tyske = deutsch, der Deutsche) und wurde 1365 dem Hansetag unterstellt.

Die deutschen Kaufleute und Handwerker in der Tyskebryggen stellten bis zu einem Viertel der Gesamtbevölkerung Bergens. Bei den zwei großen Bränden in den Jahren 1702 und 1905 wurde die Bryggen jeweils zu einem großen Teil zerstört und anschließend im alten Stil wieder aufgebaut.
Im Zweiten Weltkrieg war Norwegen fast vollständig von deutschen Truppen besetzt, wodurch alles deutsche in der Kriegs- und Nachkriegszeit in Norwegen recht unbeliebt wurde. Deshalb wird die Tyskebryggen im Allgemeinen nur noch Bryggen genannt.

Einen Einblick in das Leben der Hanse-Kaufleute des Mittelalters gibt das Hanseatische Museum in der Bryggen im alten Bryggen-Kontor Finnegården.

Die Marienkirche war früher die Hauptkirche der deutschen Kaufleute auf Bryggen.
Es empfiehlt sich eine fachkundige Fühung durch das Viertel.

Hammerfest – Eisbärenclub (Isbjørnclubben)

Aus der Sammelleidenschaft des Menschen, Eintrittskarten besuchter Sehenswürdigkeiten in das Urlaubs-Fotoalbum zu kleben, wurde hier eine Vermarktungsidee: Mitgliedschaft.

Königliche Gesellschaft

„The Royal and Ancient Polar Bear Society“ hat das Museum mit den ausgestopften Eisbären eingerichtet.

Die selbst gestellte Aufgabe ist es, die Geschichte und Tradition der Stadt zu veranschaulichen, so dass Sie außer Eisbären, dem Wappentier der Stadt Hammerfest, auch noch andere interessante Objekte zu sehen bekommen.

Idealer Standort

Obwohl der ehemalige Standort des Eisbärenclubs in Hammerfest am „Ishavsportalen“ (Eismeerportal) auch schon recht nah am „Besucher-Zubringer“ HURTIGRUTEN Kai lag, ist das Museum in 2005 in sein neues Domizil direkt am Kai umgezogen. Diese Lage ist nun nicht mehr zu toppen, Sie müssen nur von der Gangway aus nach links in das nächste Haus gehen.

Der 1963 gegründete Eisbärenclub ist der einzige Eisbärenclub der Welt – zumindest bis zur Gründung eines zweiten, wovon uns allerdings noch immer nichts bekannt ist. Offen gesagt, ist ein Besuch des Museum für Wiederaufbau (Gjenreisningsmuseet)weitaus interessanter.

Hammerfest – Gjenreisningsmuseet

Das Museum für Wiederaufbau erzählt die düstere und traurige Geschichte des 2. Weltkrieges in der Region Finnmarken. Es befasst sich intensiv mit der Geschichte der Besetzung durch die Wehrmacht und erzählt sachlich, anschaulich (aber nicht anklagend) über die Kriegszeit. Hitlers Befehl am 28.10.1944 „verbrannte Erde“ wurde in der Nordeuropäischen Region in großen Teilen sehr wirksam umgesetzt. Was die Deutschen nicht zerstörten machen die Befreier (die Russen) bei der Verfolgung der Wehrmacht kaputt. Mich hat das Museum sehr beeindruckt. Im Gegensatz zu andern Museen die ich mir angesehen habe, hatte ich als Deutscher nicht das Gefühl, einen anklagenden Finger auf mich gerichtet zu sehen. Wie schon geschrieben: sehr beeindruckend.

OSLO – Frogner Park / Vigeland Park

Der wohl berühmteste norwegische Bildhauer

Gustav Vigeland ist der wohl berühmteste Bildhauer Norwegens. Im Frognerpark in Oslo wurde ihm mit der Vigeland-Anlage ein eigenes „Freilicht-Museum“ geschaffen. Aber auch außerhalb der Vigeland-Anlage werden Sie in ganz Norwegen immer wieder auf Gustav Vigelands Skulpturen treffen. Bei An- oder Abreisen mit Übernachtung in Oslo ist fast immer eine Stadtrundfahrt includiert – und keine Stadtrundfahrt durch Oslo kann es sich leisten, die Vigeland-Anlage auszulassen.

Eindrücke von Park-Besuchern

Nach kurzem Aufenthalt beginnt unsere Stadtbesichtigung zunächst mit einer Rundfahrt. Unsere Reiseführerin stammt aus Graz, kann daher deutsch und weiß auch einiges, was man so über Oslo wissen sollte. Ich berichte etwas später darüber. Unsere Rundfahrt endet mit einem Spaziergang im Frognerpark durch die Vigeland – Anlage. Ein Skulpturium besonderer Art. Vigeland zählt zu den größten Bildhauern Norwegens zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Er hat in diesem Park unwahrscheinlich schöne, nackte Menschen gestaltet: angefangen vom Baby, hin zum Kind, der Weg des erwachsenwerdens, schöne Frauen und starke Männer, bin hin zum letzten Lebensabschnitt Allegorien aus Stein und Bronze. Man würde Stunden brauchen, um all die Gestalten genauer zu sehen. Vigeland Figuren finden sich auch überall in der Stadt und immer wieder auf unserer Reise durch Norwegen.

Kurzbiographie des Bildhauers Gustav Vigeland

Im Süden Norwegens, in der Fylke (Provinz) Vest-Agder, in der Gemeinde Mandal, wurde Gustav Vigeland am 11.April 1869 geboren. Seine Vorfahren waren über Generationen hinweg stets Landwirte gewesen. Das streng religiöse Elternhaus und insbesondere sein Vater hinterließen tiefe Spuren in seinem Charakter.

Sehr früh offenbarte sich seine Begabung im Holzschnitzen und mit 15 begann er eine Holzschnitzer-Lehre in Kristiania (Oslo). Sehr bald stand für ihn fest, dass die Bildhauerei seine Bestimmung ist. Als sein Vater starb musste der 17-jährige zurück nach hause, um die Familie zu unterstützen. Bereits 1888 kehrte er mit einem Bündel an Skulturenskizzen nach Kristiania zurück. Lange bevor er die Skizzen jemandem zeigen konnte war er bereits völlig mittellos, lebte überall und nirgends und hatte zuletzt kaum noch was zu essen, wie er selbst später erzählte.

In dieser Situation lernte er den Bildhauer Brynjulf Bergslien kennen, der ihm die dringendst benötigte finanzielle und berufliche Hilfe gab. Für eine kurze Zeit besuchte er Abendkurse an einer Kunstschule. Er arbeite auch im Studio des Bildhauers Mathias Skeibrok und im August 1889 debutierte er in der „Norwegian State Exhibition“.

Arbeitsmöglichkeiten im Studio von Vilhelm Bissen (Kopenhagen, 1891), Besuche bei Auguste Rodin (Paris, 1893), Reisen nach Berlin (1895) und Florenz (1895 und 1896 auch weiter Städte in Italien) beeinflussten seine eigenen Werke.

Eigene Ausstellungen von Gustav Vigeland

Bereits 1894 hatte er seine erste eigene Ausstellung. Die zweite fand 1899 statt. Seinen Lebensunterhalt konnte er damit jedoch noch nicht bestreiten und so nahm er 1897 eine Stelle als Bildhauer zur Restauration des Nidaros-Doms in Trondheim an. Von 1900 bis 1910 etablierte er sich mit Skulpturen prominenter Norweger – wie z.B. Henrik Ibsen – als der talentierteste norwegische Bildhauer. Es war wohl dieser Ruf, der 1921 zu einer wohl einzigartigen Vereinbarung mit der Osloer Stadtverwaltung führte, als sein Studio in Kristiana der neuen Deichmann Bibliothek weichen musste.

Der Vertrag mit der Stadt Oslo

Die Stadt Oslo erhielt alle Rechte an Vigelands Skulpturen, Zeichnungen und Holzschnitzereien sowie die Rechte an allen zukünftigen Original-Werken des Künstlers. Dafür verpflichtete sich die Stadt, ihm ein Studio zu bauen, dass nach seinem Tod in ein Museum umgewandelt werden kann.

Im Jahre 1924 zog Vigeland in sein neues Studio, dass auch Wohnräume für ihn über dem Studio enthielt. Dort lebte er bis zu seinem Tod am 12.März 1943. Gemäß seinem eigenen Willen wird seine Asche im Turm des Gebäudes aufbewahrt.

OSLO – Frogner Park / Vigeland Park

Der wohl berühmteste norwegische Bildhauer

Gustav Vigeland ist der wohl berühmteste Bildhauer Norwegens. Im Frognerpark in Oslo wurde ihm mit der Vigeland-Anlage ein eigenes „Freilicht-Museum“ geschaffen. Aber auch außerhalb der Vigeland-Anlage werden Sie in ganz Norwegen immer wieder auf Gustav Vigelands Skulpturen treffen. Bei An- oder Abreisen mit Übernachtung in Oslo ist fast immer eine Stadtrundfahrt includiert – und keine Stadtrundfahrt durch Oslo kann es sich leisten, die Vigeland-Anlage auszulassen.

Eindrücke von Park-Besuchern

Nach kurzem Aufenthalt beginnt unsere Stadtbesichtigung zunächst mit einer Rundfahrt. Unsere Reiseführerin stammt aus Graz, kann daher deutsch und weiß auch einiges, was man so über Oslo wissen sollte. Ich berichte etwas später darüber. Unsere Rundfahrt endet mit einem Spaziergang im Frognerpark durch die Vigeland – Anlage. Ein Skulpturium besonderer Art. Vigeland zählt zu den größten Bildhauern Norwegens zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Er hat in diesem Park unwahrscheinlich schöne, nackte Menschen gestaltet: angefangen vom Baby, hin zum Kind, der Weg des erwachsenwerdens, schöne Frauen und starke Männer, bin hin zum letzten Lebensabschnitt Allegorien aus Stein und Bronze. Man würde Stunden brauchen, um all die Gestalten genauer zu sehen. Vigeland Figuren finden sich auch überall in der Stadt und immer wieder auf unserer Reise durch Norwegen.

Kurzbiographie des Bildhauers Gustav Vigeland

Im Süden Norwegens, in der Fylke (Provinz) Vest-Agder, in der Gemeinde Mandal, wurde Gustav Vigeland am 11.April 1869 geboren. Seine Vorfahren waren über Generationen hinweg stets Landwirte gewesen. Das streng religiöse Elternhaus und insbesondere sein Vater hinterließen tiefe Spuren in seinem Charakter.

Sehr früh offenbarte sich seine Begabung im Holzschnitzen und mit 15 begann er eine Holzschnitzer-Lehre in Kristiania (Oslo). Sehr bald stand für ihn fest, dass die Bildhauerei seine Bestimmung ist. Als sein Vater starb musste der 17-jährige zurück nach hause, um die Familie zu unterstützen. Bereits 1888 kehrte er mit einem Bündel an Skulturenskizzen nach Kristiania zurück. Lange bevor er die Skizzen jemandem zeigen konnte war er bereits völlig mittellos, lebte überall und nirgends und hatte zuletzt kaum noch was zu essen, wie er selbst später erzählte.

In dieser Situation lernte er den Bildhauer Brynjulf Bergslien kennen, der ihm die dringendst benötigte finanzielle und berufliche Hilfe gab. Für eine kurze Zeit besuchte er Abendkurse an einer Kunstschule. Er arbeite auch im Studio des Bildhauers Mathias Skeibrok und im August 1889 debutierte er in der „Norwegian State Exhibition“.

Arbeitsmöglichkeiten im Studio von Vilhelm Bissen (Kopenhagen, 1891), Besuche bei Auguste Rodin (Paris, 1893), Reisen nach Berlin (1895) und Florenz (1895 und 1896 auch weiter Städte in Italien) beeinflussten seine eigenen Werke.

Eigene Ausstellungen von Gustav Vigeland

Bereits 1894 hatte er seine erste eigene Ausstellung. Die zweite fand 1899 statt. Seinen Lebensunterhalt konnte er damit jedoch noch nicht bestreiten und so nahm er 1897 eine Stelle als Bildhauer zur Restauration des Nidaros-Doms in Trondheim an. Von 1900 bis 1910 etablierte er sich mit Skulpturen prominenter Norweger – wie z.B. Henrik Ibsen – als der talentierteste norwegische Bildhauer. Es war wohl dieser Ruf, der 1921 zu einer wohl einzigartigen Vereinbarung mit der Osloer Stadtverwaltung führte, als sein Studio in Kristiana der neuen Deichmann Bibliothek weichen musste.

Der Vertrag mit der Stadt Oslo

Die Stadt Oslo erhielt alle Rechte an Vigelands Skulpturen, Zeichnungen und Holzschnitzereien sowie die Rechte an allen zukünftigen Original-Werken des Künstlers. Dafür verpflichtete sich die Stadt, ihm ein Studio zu bauen, dass nach seinem Tod in ein Museum umgewandelt werden kann.

Im Jahre 1924 zog Vigeland in sein neues Studio, dass auch Wohnräume für ihn über dem Studio enthielt. Dort lebte er bis zu seinem Tod am 12.März 1943. Gemäß seinem eigenen Willen wird seine Asche im Turm des Gebäudes aufbewahrt.

Trondheim – Ringve

Ein Herrenhaus voller Geigen

Das Herrenhaus Ringve in Trondheim beherbergt ein außergewöhnliches musikhistorisches Museum mit mehr als 1.000 Instrumenten aus aller Welt. Bei einem Rundgang werden verschiedene Instrumente live bespielt. Trondheim erreichen Sie nordgehend am Tag 3 ab Bergen und südgehend am Tag 11 ab Bergen. Im Landausflug 3A (Stadtrundfahrt Trondheim, nur Mitte April bis Ende September) ist ein Besuch des Ringve-Museums enthalten.

Der Landausflug 11A (Stadtrundfahrt Trondheim) ist ohne Besuch des Ringve-Museums, weil Ihr Schiff bereits um 10:00 Uhr in Trondheim wieder ablegt.

Trondheim – Ringve

Im Jahre 1881 gründete Richard With in Stokmarknes die Vesterålen Dampfschifffahrtsgesellschaft (OVDS), die als erste Gesellschaft die Hurtigruten im Liniendienst befuhr und damit die Ur-Gesellschaft der heutigen HURTIGRUTEN-Gruppe ist. So kommt es nicht von ungefähr, dass das Hurtigrutens-Hus in Stokmarknes errichtet wurde. Diese Errichtung geschah noch vor der finanziellen Kriese der Hurtigruten im Jahre 2009. Im Laufe dieser Zit konnten die ntigen Mittel zum Erhalt des Museum aufgebracht werden und das konnte man deutlich sehen. Doch die Zeiten der Hurtigruten wurden wieder besser und man hat sich die Mühe gemacht, das Museum samt Museumsschif – die alte MS Finnmarken – wieder herzurichten.

Nordgehend ist die Abfahrt ab Stokmarknes am Tag 5 ab Bergen nachts um 1:00 h, südgehend am Tag 9 um 9:15 h. In beiden Fällen ist fahrplanmäßig jeweils nur ein kurzer Stopp vorgesehen. Die Zeit reicht aber für einen kurzen Besuch völlig aus.

Rørvik – Küstenkultur Museum Norveg

Norveg, das spektakulärste Bauwerk der Küste im Hafen von Rørvik, wurde im Sommer 2004 von König Harald und Königin Sonja eröffnet. Das architektonisch interessante Gebäude Norveg behebergt eine Ausstellung, die 10.000 Jahre Küstenkultur dokumentiert. Moderne Audioguides (oder altmodische Kopfhörer) führen in drei Sprachen durch die Ausstellung.

Obwohl diese Ausstellung für sich bereits sehr umfangreich ist, so ist Norveg selbst doch nur ein Teil der Woxengs Sammlungen des Küstenmuseums, das sich an insgesamt 16 Orten in und um Rørvik präsentiert.

Svolværg

Links vom Hurtigruten-Schiff befindet sich das Eis-Kunsthaus in Svolvaer. Ständig wechselnde Objekte aus ein, in allen möglichen Größen und Farben machen den Besuch immer wieder interessant. Aus einem Eisglas kann man sich -gegen eine horrende Zahlung- einen grünen, blauen oder roten Likör zu aufwärmen gönnen. Zusätzliche Thermojacken werden am Eingang gestellt.

Vardø – Vardøhus Festning

Das Bollwerk gegen die Russen

Die Angst vor den Russen – und diesmal sind hier nicht die norwegischen Abiturienten, sondern die Einwohner Russlands gemeint – scheint historisch tief im Menschen verwurzelt zu sein. Die jetzige, achteckige Form der Festungsanlage wurde 1738 fertiggestellt, die letzten Häuser darin im Jahre 1825. Bereits im 14. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Vorgängerin(nen?) begonnen.

Die 1307 geweihte Kirche von Vardø war wohl nicht nur für religiöse Zwecke gedacht, sondern auch als sichtbares Zeichen an die (feindlichen) Nachbarn im Osten: Hier ist Norwegen! Deshalb ging man lange davon aus, dass auf Anordnung von Håkon V im Jahre 1307 auch mit dem Bau der Festungsanlage begonnen wurde, bis dass Ausgrabungen doch eine Datierung auf 1330 wahrscheinlicher machten.

Vardøya, das ist der Name der Insel, auf der Vardø und die Festungsanlage liegen, ist zwar der östlichste Punkt Norwegens, hatte aber wohl anders als die Krim „ausreichenden“ geografischen Abstand zum russischen Territorium und wurde im Laufe der Geschichte niemals angegriffen. Auch die Umkehrung, dass von Vardøhus Festning niemals ein feindlich gesinnter Schuss abgefeuert wurde, hört man des öfteren. Aber da erinnert der Webtroll sich vage, mal irgendwo was von der Ausnahme einiger (vergeblicher?) Schüsse auf feindliche Flugzeuge gelesen zu haben.

Die Hexenverbrennungen in Vardøhus Festning

Einen echten Makel hat die Friedfertigkeit von Vardøhus Festning allerdings durch die Inquisition erhalten. In der Festungsanlage fanden einige der grausamsten Hexenprozesse Norwegens statt. Rund 80 Frauen wurden dort auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Zur Erinnerung an dieses dunkle Kapitel der Vergangenheit wurde am 23. Juni 2011 im Beisein von Königin Sonja von Norwegen das Steilneset-Monument offiziell eröffnet. Das sehenswerte Monument ist in einem gemeinsamen Projekt des Schweizer Architekten Peter Zumthor und der 2010 verstorbenen französischen Künstlerin Louise Bourgeois enstanden. Bourgeois zählt zu den führenden Künstlerinnen der Gegenwart und Steilneset wurde ihre letzte große Installation.

Vardøhus Festning heute

Mit den Kanonen der Festung wird regelmäßig Salut geschossen. Es besteht gar eine Salutpflicht am 20. Januar zur Begrüßung der (vollständig sichtbaren) Sonne nach der Polarnacht. An dem Tag haben die Kinder schulfrei.

Trotz des gerade mal wieder besonders angespannten Verhältnisses zu Russland wegen der Annektion der Krim und der russischen Rolle bei den Unruhen in der Ukraine könnten laut einem Posting von BRITANNICUS im hurtigforum die Tage der nördlichsten Festung der Welt als Militärstützpunkt gezählt sein. Eine Kampftruppe gibt es schon lange nicht mehr. Die auf Vardøhus stationierten Soldaten unterstehen der Abteilung für Kultur und Tradition der norwegischen Streikräfte und nehmen wichtige Unterhalts-, Wach- und Brandschutzaufgaben wahr. Und wenn das Geld knapp wird …