Hurtiguten Reisebericht September 2017 – Tag 5

By 10. September 2017 No Comments

10.09.2017 Kleine Küstenorte, ein kräftiger Saltstraumen und Ankunft auf den Lofoten

Der Tag beginnt mit einem gemütlichen Frühstück. Der kurze Aufenthalt in Ørnes lohnt kaum, um an Land zu gehen. Mehr dagegen verspricht unser Ausflug ab Bodø. Von hier aus starten wir zu einer Landschaftsfahrt zum Saltstraumen…. aber wo ist unser Maxitaxi?
Keine Spur davon weit und breit. Auch der Guide vom Hurtigrutenbus kann mir auf Nachfrage nicht weiterhelfen, obwohl dieser von der gleichen Firma kommt, bei der ich das Taxi bestellte. Ich ärgere mich und steige mit meinen Gästen kurzerhand in ein anderes Maxitaxi. Bloß keine Zeit verlieren – los geht`s!
Es ist für die Hinfahrt empfehlenswert die alte Straße zu nehmen, die rund um eine große Bucht führt. Der Ausblich ist landschaftlich einfach schön, im Hintergrund ragt die Gebirgskette „Sieben Schwestern“ auf. Alternativ dazu kann man den mittlerweile fertig gestellten Tunnel nehmen. Den behalte ich mir aber für die Rückfahrt vor, damit wir mehr Zeit am Saltstraumen verbringen können.

Der Saltstraumen

Bei dem Saltstraumen handelt es sich um den stärksten Gezeitenstrom der Welt. Man muss sich das so vorstellen: auf der einen Seite liegt das offene Meer, auf der anderen Seite ein Fjord. Die Landmasse dazwischen ist auf einer Breite von ca. 100 Metern unterbrochen. Bei kommender Flut, oder bei gehender? Ebbe wird mehr Wasser in den Fjord gedrückt, bzw. aus dem Fjord gesaugt, als durch die schmale Landunterbrechung passt. In der Folge entstehen durch den Sog an verschiedenen Stellen Strudel. Bei größter Aktivität entstehen so Strudel mit einem Durchmesser von bis zu 14 Metern. Heute hatten wir eine mittlere Aktivität, die Strudel von ca. 4 Meter Durchmesser erzegten. Auch nicht schlecht.

Zurück an Bord beginnt die Fahrt über, wie ich finde, die schönste Passage unserer Reise: über das offene Meer. Die Fahrt über den Vestfjord. Der Vestfjord ist berüchtigt für seine Unberechenbarkeit. Mal friedlich und flach, mal tosend und brausend. Insbesondere die Winterstürme lassen so manches Schiff im Hafen stehen. Heute meint er es gut mit uns, nach zwei Stunden kommt die Lofot-Mauer in Sicht. Zackig und imposant türmt sich das Gebirge auf. Herrlich!
Das Anlegen am ersten Hafen Stamsund gestaltet sich allerdings als schwierig. Der Kai liegt offen zum Meer und die Strömung macht dem Schiff zu schaffen. Aber unser Kapitän weiß was er tut und wir erreichen unbeschadet den Kai.

Ankunft Lofoten

Hier findet eine Hurtigruten Überlandtour statt, mit Besuch des Wickinger-Langhauses. Verköstigung inklusive. Eigentlich eine schöne Tour, allerding deutlich überteuert. Wir haben uns alo entschlossen, den Ausblick auf die atemberaubende Aussicht der Lofoten von unserer MS Norkapp bis nach Svolvaer zu genießen.
Mittlerweile hat es leicht angefangen zu nieseln, so dass nur fünf Gäste mit mir auf einen Bummel in den Ort kommen. Nach Svolvaer fährt die MS Nordkapp spät -man könnte auch sgen mitten in der Nacht- in den Trollfjord ein. Da die Sicht nicht gut ist und ich selbst ziemlich Müde bin, verschlafe ich dieses Ereignis. Einige Gäste sind aufgeblieben (oder rechtzeitig wieder aufgewacht) und berichteten am nächsten Morgen darüber, wie gut es ihnen gefallen hat.

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