Hurtiguten Reisebericht 2018 Gruppenreise Tag 7

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  • 28. September 2018

28.09.2018 Kirkenes und Vardø mit Steilsneset

Früh am morgen erreichen wir Vadsö, den einzigen Hafen unserer Reise mit der Hurtigruten der nur einmal angelaufen wird. Vadsö verfügt über eine sehr unscheinbare Besonderheit. Geht man zum Heck des Schiffes, so sieht man kurz vor dem Meer auf einer Landzunge einen Mast. Dieser Mast war der Letzte auf dem Festland, an dem die Luftschiffe Italia und Norge halt gemacht haben, um die letzten Prüfarbeiten und Reparaturen durchzuführen. Die ganze Geschichte gibt es in Oslo zu lesen und zu erleben. Auf der Halbinsel Bygdøy finden Sie das Fram-Museet (Museum), in dem das Schiff MS Fram aufgebaut ist. An den Wänden sind die verschiedenen Polarexpeditionen beschrieben, darunter natürlich auch die dramatische Rettungsaktion am Norpol.

Ankunft in Kirkenes

Der letzte größere Ort vor der russischen Grenze. Bei Landgängen haben wir auf dieser Reise meistens viel Glück mit dem Wetter, so auch heute. Der Spaziergang bei ca 3 Grad in die Innenstadt ist sehr schön und dauert rund 20 Minuten. Auf dem Marktplatz findet gerade ein Russenmarkt statt. Hier werden dicke Mützen, Matroschka und Gläser feilgeboten. Nicht unbedingt ein tolles Souvenir, aber zumindest mal eine Abwechslung in diesem eher sehr unscheinbaren Ort. Die Fußgängerzone ist mit einer Länge von vielleicht 80 Meter sehr “überschaubar”. Zum Abschluss bummeln wir zum ebenfalls nicht sonderlich umfangreichen Shoppingcenter und trinken einen Kaffee.

Vardøhus Festning

Interessanter ist da schon eher der kleine Ort Vardø mit seiner “hübschen” Festungsanlage Vardøhus Festning. Die Festung sollte den Anspruch König Hakon V. auf die Finnmark sichern. So richtig interessiert hat das scheinbar Niemanden, da sie nie angegriffen worden ist. Ein schönes Denkmal aus alter Zeit ist sie in jedem Fall!

Steilsneset

Ein in 2011 von Königin Sonja eingeweihtes Kunstwerk versperrt den ungehinderten Blick auf das Meer. Nicht nur deshalb steht das Mahnmal in der Kritik. Das Steilnsneset Denkmal gedenkt an die Toten aus der Zeit der Hexenverbrennung im 17. Jahrhundert. Mit 91 zum Tode Verurteilten ist das eine bemerkenswert hohe Zahl, bedenkt man, dass die Finnmark sehr dünn besiedelt war (und ist). Die Baukosten von 10 Millionen Euro lassen dieses Manmal allerdings zweifelhaft erscheinen. Das Gebäude formt sich wie das Schwert einen Schwertfisches und ist ca. 80 Meter lang. Im Innern recht düster. Das einzige Licht kommt von den Gedenktafeln auf denen die Historikerin Liv Helene Willumsen die Gerichtsprotokolle zusammengetragen hat.

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