Skjervøy

Ein kleiner idyllischer Ort an der norwegischen Küste, bekannt durch seine reichen Fischgewässer und galt als Zielhafen der dreijährigen Nordpolexpeditionsreise von Fridtjof Nansen. Ihr Hurtigrutenschiff verweilt durch nur kurze Zeit

Zielhafen einer abenteuerlichen Expeditionsreise

Das kleine Fischerdorf (ca. 2.400 Einwohner) in der gleichnamigen Gemeinde ist seit jeher bekannt für seine reichen Fischgewässer. In früheren Zeiten hielten sich Schweden, Finnen und Kvæner in Skjervøy auf, um mit Fischern und Schiffseignern Waren zu tauschen. Selbst die Steuern wurden in Form von Fisch erhoben und bis 1914 wurde auch hier Pomorenhandel betrieben. Skjervøy entwickelte sich von einem kleinen Ort zu einer idyllischen kleinen Stadt mit einem regen Geschäfts- und Kulturleben. Auch die sogenannte „Hamburgerrute“, ein großes Schiff, das regelmäßig zwischen Vadsø und Hamburg verkehrte, um Fisch nach Deutschland zu bringen, lief die kleine Hafenstadt stetig an. Seit dem Jahr 1896 sind auch die Hurtigruten Schiffe regelmäßiger Gast im Hafen.

Skjervøy wurde bekannt als der Hafen, den das Expeditionsschiff „Fram“ nach Fridtjof Nansens Nordpolexpedition von 1893-1896 anlief. Diese Expedition ist die erste Fram-Reise, bei der das Eismeerschiff mit dem Packeis über das Polarmeer trieb. Fridtjof Nansen und sein Gefährte verließen schließlich das Expeditionsschiff und machten sich zu Fuß und mit Hundeschlitten weiter Richtung Norden auf. Der an Bord verbliebene Kapitän Otto Sverdrup schaffte es letzten Endes am 20. März 1896 die Fram in den Hafen von Skjervøy zu bringen, nur acht Tage nachdem auch Nansen und sein Gefährte mit einem anderen Schiff im Hafen von Tromsø eintrafen.

Quellen: Berit Liland, Die schönste Seereise der Welt „Hurtigruten“
DUMONT Reisetaschenbuch, Hurtigruten – Die schönste Seereise der Welt

Hurtigruten Anleger
Nor Lines Skjervøy – Skjervøyterminalen
Havnegt 18
9180 Skjervøy