Hammerfest

Die 9.400 Einwohner große Stadt liegt etwa 1.000 Kilometer nördlich vom Polarkreis und befindet sich auf gleicher Höhe wie Mittelgrönland. Hammerfest bezeichnet sich als die nördlichste Stadt Europas und ist zudem als internationale Eismeerstadt, Fischereihafen und maritimes Zentrum Nordnorwegens bekannt.

DIE NÖRDLICHSTE STADT DES EUROPÄISCHEN FESTLANDES

Die kleine Stadt Hammerfest war einst Zentrum des Pomorenhandels mit Nordwestrussland. Die lokale Bevölkerung lernte von den Pomoren alles über den Eismeerfischfang und galt bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als die „Eismeerstadt“ in Norwegen. Aufgrund der reichen Fischvorkommen im Norden siedelten sich Konsulate aus Russland, England, Holland, Frankreich, Hamburg und dem Fürstentum Mecklenburg an. Auch viele Forschungsreisenden, die nach der Nordostpassage suchten, um den nördlichen Seeweg nach China und Indien zu finden, legten in Hammerfest einen Zwischenstopp ein, um sich mit Trinkwasser zu versorgen.

Im Jahr 1854 stellte der Wissenschaftler Frederik G. W. Struve ein Meridianmonument auf und begann mit seinem Vermessungsprogramm. Der Wissenschaftler wollte feststellen, in welchem Maße die Erde an den Polen abgeflacht ist, um anschließend genauere Karten zu zeichnen und Ortsmessungen vornehmen zu können. Die Messungen wurden an vielen Punkten entlang des Meridians gemacht, der in der Stadt Ismail am Schwarzen Meer begann und in Fluglenes bei Hammerfest endet. Struves Meridian führte durch zehn verschieden Länder. Allein vier Messpunkte stehen in der Region Finnmark und einer davon in Hammerfest. Im Jahr 2005 wurden die Messpunkte ins Weltkulturerbe aufgenommen und aufgrund der exakten Sorgfalt der Messungen stand Struves Vermessungsarbeit bis zur modernen Satellitentechnologie als einzigartig dar.

Quellen: Berit Liland, Die schönste Seereise der Welt „Hurtigruten“
DUMONT Reisetaschenbuch, Hurtigruten – Die schönste Seereise der Welt

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